Die Essenzen jeder dynamischen Wirtschaft sind innovative Unternehmer und freies Kapital. Das ist nicht einfach ein alt-kapitalistischer Ansatz, vor allem reiben sich viele heute an dem Wort „Kapital“. Aber jeder Fußballfan weiß, das Kapital seines Herzensclubs läuft auf zwei Beinen, schießt Tore und bringt beim Verkauf viel Geld. Oder zumindest einen Top-Marktwert bei Transfermarkt.de. Gerade Start-ups mit viel Potential haben kaum Sachanlagen und außer Forderungen kein Vermögen und die Kapitalseite sieht ohnehin aus, dass es jedem ambitionierten Buchhalter die Tränen in die Augen treibt. Aber sie beschäftigen kluge (und teure) Köpfe, ihre Mitarbeiter sind hochmotiviert. Es ist Kapital, das nicht bilanziert und dennoch entscheidend ist. Die deutsche Politik verhält sich zum wichtigsten Aktivposten wie der dümmste Bauerntölpel. Es verachtet, was wichtig ist und verschleudert das wenige, das da ist. Mit seinen hohen Steuern raubt der Staat Bürgern und Unternehmen Lebenschancen. [continue reading…]

{ 35 comments }

Wie Bürokratie eine Wirtschaft erwürgt

Anders als Steuersenkungen soll die Abschaffung bürokratischer Hemmnisse den Staat kein Geld kosten. So zumindest erklären es seit einigen Jahren Regierungspolitiker von links bis rechts. Aber nichts in dieser Welt ist kostenlos und es ist nur zu bedauern, dass der Staat jahrzehntelang Milliarden an Steuergeld für den Aufbau von Bürokratie verwendet. [continue reading…]

{ 35 comments }

Ein Superstar im freien Fall

Den Deutschen ist die Ernsthaftigkeit abhanden gekommen. Dieses Urteil findet sich inzwischen einhellig in sämtlichen internationalen Analysen, die längst tief besorgt auf das einstmalige wirtschaftliche Schwergewicht in Europa blicken. Seit 2019 stagniert das Land praktisch in seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Das politische Gewicht Berlins begründete sich immer aus der Potenz seiner Wirtschaft. Wie es darum inzwischen bestellt ist, bekommen Merz und seine Regierungsmannschaft regelmäßig in Washington und Peking demonstriert. Doch die (Schild-) Bürger feiern Partys als gäb’s kein Morgen. Sie verstehen nicht, wie die Marktwirtschaft funktioniert, in der sie leben. Vor allem meinen sie, per Naturrecht in Wohlstand geboren zu sein. Wenn der BDI-Präsident als höchster Wirtschaftsvertreter den Alarmknopf drückt, Deutschland befinde sich im freien Fall, wird er der Panikmache geziehen. Wer sich professionell mit der Wirtschaftslage beschäftigt, kann leider der Analyse jedoch nur zustimmen. [continue reading…]

{ 39 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 17 comments }

Alle nörgeln über Deutschland, die Politik, die Wirtschaft und das Wetter. Und wir nörgeln darüber, dass alle nörgeln, weil das Nörgeln die Demokratie beschädigt. [continue reading…]

{ 40 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 67 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 77 comments }

Der erste Teil unserer Serie zu Meinungen zu Kunst- und Literaturgeschichte, in dem Christina Dongowski und ich über Kunst und Literatur sprachen, hat einige Wellen geschlagen. Uns erreichte ein Leserbrief, dem wir uns ausführlich widmen wollen. Leider hat das reale Leben mit zahlreichen Problemen dazwischengefunkt, so dass es bis jetzt gedauert hatte, ehe wir ihn beantworten konnten. Aber besser spät als nie, dachten wir uns, und nahmen eine komplette Podcastfolge auf, in der wir auf die Thesen und Anmerkungen antworten.

[continue reading…]

{ 18 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 109 comments }

Die große Serienliste

Ich habe ziemlich viele Serien gesehen. In der Tradition meiner Posts zu Büchern und Podcasts habe ich nun auch einen erstellt, in dem ich alle Serien aufliste, die ich gesehen habe. Ich liste dabei zuerst jene, die ich komplett gesehen habe, und dann jene, die ich irgendwann abgebrochen habe.

Warnung: Enthält sehr leichte Spoiler zu allen erwähnten Serien.

Der Titel der Serie
Staffeln: Wie viele Staffeln es zum Zeitpunkt des Schreibens gibt
Gesehen: Wie oft ich die Serie komplett gesehen habe
Elevator-Pitch: Zwei bis drei Sätze zum Inhalt
Stärken: Was gut ist
Schwächen: Was schlecht ist
Würde ich noch einmal schauen: Ja/Nein, mit Begründung
Bewertung: 1–5, halbe Punkte möglich [continue reading…]

{ 66 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 136 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 69 comments }

Über sieben Fehler musst du gehen

Mittlerweile ist es zweieinhalb Jahre her, dass ich die AfD als „Spiegel der Bundesrepublik“ bezeichnet habe, in dem alle das sehen, was sie jeweils sehen wollen. Kaum etwas ist so ermüdend wie die ausgelutschte Phrase, dass was immer man selbst ablehnt „der AfD hilft“ oder das, was man ohnehin schon immer wollte, als das todsichere Mittel gegen die AfD preist. Auch dass mittlerweile jede politische Maßnahme oder Diskussion durch den blauen Lackmustest muss – „Hilft das der AfD?“ – ist eine Absonderlichkeit, die, man ahnt es, nur der AfD hilft. Schließlich fragt auch niemand bei jeder Maßnahme, ob sie nun der SPD hilft. Diese Sonderstellung in allen Bereichen ist zunehmend ein gewaltiges Problem – oder besser, ein Symptom, denn das eigentlich zugrundeliegende Problem liegt tiefer. Es ist ein Mangel an ernsthafter Analyse, eine Art kollektive Weigerung, sich mit dem Gegenstand tatsächlich zu beschäftigen. Stattdessen regiert ein pathologisches Hin- und Herschwingen zwischen der Haltung des Kaninchens, das auf die Schlange starrt, und einer Dauer-Nabelschau. Hier bei Deliberation Daily machen wir das natürlich anders und gehen dahin, wo es wehtut und wagen uns an eine komplett unparteiische Analyse dessen, was der AfD hilft und was man dagegen tun kann1. [continue reading…]

{ 66 comments }

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde. [continue reading…]

{ 123 comments }

Philipp Lepenies – Verbot und Verzicht: Politik aus dem Geiste des Unterlassens

Kaum ein politischer Angriff der letzten beiden Jahrzehnte war so effektiv wie das negative branding der Grünen als „Verbotspartei“. Das Verbot hat in der zeitgenössischen Politik einen ausgesprochen negativen Klang, ist ein Pejorativ erster Güte. Das war nicht schon immer so. Vielmehr ist die Aversion gegen das Verbot und seinen kleinen Cousin, den Verzicht, in der gegenwärtigen Schärfe ein vergleichsweise neues Phänomen. Philipp Lepenies unternimmt es im vorliegenden Band „Verbot und Verzicht: Politik aus dem Geiste des Unterlassens“, die Dynamiken hinter dieser Aversion genauer zu untersuchen und eine Analyse vorzulegen, wie solche Politik anders gestaltet werden könnte. Der Suhrkamp-Umschlag mit seiner unwiderstehlichen Layoutgestaltung (man beachte die Ironie) zeigt uns dabei bereits, dass wir im Fußnotenterritorium des akademischen Diskurses angekommen sind. Lepenies erläutert bereits in seinem Vorwort, als wie befremdlich er in der Klimaschutz- und Coronadebatte die gefühlte Unzumutbarkeit von Verboten und Verzichtsaufforderungen empfand und macht sich nun daran, dieser Frage nachzugehen.

[continue reading…]

{ 20 comments }